Leidenschaft seit über 50 Jahren: Schnaps Brennen

Gepostet an: Februar 15, 2016 | 0 Kommentare | Tags: ,

Seit über 50 Jahren erfüllt im Winter regelmäßig ein angenehmer Geruch die Luft bei uns am Hof – es ist Zeit, die Meische zu verarbeiten und in hochprozentige Köstlichkeiten zu verwandeln.

SChnaps BrennenDie Kunst der Obstverwertung beherrscht Brennmeister Karl Pühringer nach so vielen Jahren hervorragend. Das beweisen die zahlreichen Auszeichnungen beim „Goldenen Stamperl“, die er bereits gewonnen hat. „Man lernt aber nie aus“ sagt er selbst. „Die Frucht muss man erst riechen, dann schmecken.“ – das ist die Grundregel.

Der perfekte Edelbrand ist nicht nur von der Qualität der Früchte, den Sonnenstunden, dem Zuckergehalt und der optimal Verarbeitung abhängig. Es gilt auch, beim Brennen die beste Temperatur zu erwischen und die richtige Abtrennung aus Vor- & Mittellauf und Mittel- & Nachlauf zu verwenden.

Und neben viel Geduld gehört auch immer ein bisschen Glück dazu…

Schnaps Brennen Edelbrände

 

Das Schnapsbrennen ist Teil unserer bäuerlichen Tradition und das Erhalten alter Obstsorten ist uns ein Anliegen. Mittlerweile entstehen über 10 sortenreine Edelbrände bei uns in der Schnapsbrennerei, worauf wir sehr stolz sind.

Wir experimentieren auch gerne und probieren Neues – heuer gibt es zum Beispiel zum ersten Mal einen „Holler-Gute Luise“ Edelbrand. Die Mischung zwischen Hollunder und der alten Birnensorte gibt ein tolles Aroma, auf das wir uns schon sehr freuen – die ersten Kostproben waren sehr vielversprechend 🙂

Für uns gelten die Regeln der landwirtschaftlichen Abfindungsbrenner: Wir dürfen nur Grundstoffe aus eigener Produktion destillieren und an den Endkunden, also Ab Hof, und an die Gastronomie verkaufen.

Schon unter der Kaiserin Maria Theresia entstand ein Branntweingesetz, nach dem jeder Österreicher, der ein Stück Land mit Obstbäumen besaß, eine bestimmte Menge an Schnaps aus eben diesem Obst herstellen durfte.

 

 

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Der Vorteil dieser relativ liberalen Regelung der Schnapsbrennerei ist, dass das Streuobst nicht weggeworfen wird, sondern noch eine gute Verwendung findet. Zum anderen ist es aber auch ein Schutz der Kulturlandschaft!

Kleine Gärten, die vielleicht nicht groß genug sind, um landwirtschaftlich gewinnbringend genutzt zu werden, bleiben so erhalten. So entstand auch unser Obstgarten und die Schnapsbrennerei, die wir noch für viele weitere Generationen erhalten möchten.

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